Moorschutz ist auch Artenschutz.

Biodiversität – Lebensräume retten.

Ein unersetzliches Zuhause für einzigartige Bewohner.

Seine klimaschützende Funktion sieht man einem intakten Moor nicht an. Der kohlenstoffreiche Torf im Untergrund bleibt vor Blicken verborgen. Was dagegen sofort ins Auge fällt: die reiche, außergewöhnliche Flora und Fauna an diesen ganz speziellen Orten. Denn viele der im Moor lebenden Pflanzen und Tiere sind genauso einzigartig wie die Bedingungen hier. Als Heimat hochspezialisierter Lebensgemeinschaften leisten Moore einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, also zur ursprünglichen ökologischen Vielfalt, unserer Umwelt. Indem wir Moore schützen und renaturieren, bewahren wir zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben.

Ökosysteme.

Intakte Moore bieten ihren Bewohnern extreme Lebensbedingungen. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten haben sich auf die sehr nähr- und sauerstoffarmen Biotope spezialisiert und dort im Laufe von Jahrtausenden einzigartige Lebensgemeinschaften (Biozönosen) gebildet.

Pflanzenwelt.

Charakteristisch für Hochmoore sind zum Beispiel das Scheiden-Wollgras, der Sonnentau oder die Gewöhnliche Moosbeere. Auch typisch Moor: die Torfmoose, die ein Vielfaches ihrer eigenen Masse an Wasser speichern und ihre Umgebung so vor Überflutung oder Austrocknung schützen können.

Tierwelt.

Ob Hochmoor-Mosaikjungfer, Moorfrosch oder Bekassine – wer im Moor lebt, ist häufig ebenso stark gefährdet wie das Habitat selbst. Zahlreiche seltene Amphibien sind auf das Biotop angewiesen, viele Vögel finden nur noch hier ungestörte Rast- oder Brutmöglichkeiten.

Geförderte Projekte.

Das Lichtenmoor mit Bagger.

Das Lichtenmoor.

Rosmarinheide, Moosbeere, Hochmoorbläuling und jede Menge Kohlendioxid – das und vieles mehr versteckt sich im Lichtenmoor bei Nienburg (Weser). Das soll auch so bleiben und vor allem wieder mehr werden.

Das Theikenmeer.

In einem der ältesten Schutzgebiete Deutschlands begann der aktive Moorschutz erst 1977. Dafür kommen wir seit Beginn unserer Kooperation mit dem NABU 2009 umso schneller voran.